Inhalieren: wirksame Hilfe bei Erkältungskrankheiten

Dieser Winter hat es ins sich. Wer sich bisher ohne Husten, Schnupfen oder Heiserkeit durch die letzten Wochen retten konnte, gehört schon zu einer Ausnahme. Viele von uns hat es bereits erwischt. Manche sogar mehrfach und einige zum Teil so heftig wie seit Jahren nicht mehr. Wer sich aktuell mit einem Infekt der Atemwege herumquälen muss und sich hier etwas Gutes tun möchte, sollte es mal mit Inhalieren probieren.

Was bewirkt Inhalieren?

Bei einer Erkältung leiden viele unter Schnupfen. Dieser ist – auch wenn sehr lästig – allerdings eine wirkungsvolle Abwehr unseres Körpers. Er entsteht durch eine angeschwollene Nasenschleimhaut, die vermehrt Nasensekret produziert, um die lästigen Viren loszuwerden.
Auch bei einem produktiven Husten werden durch den ausgehusteten Schleim die Viren aus der Lunge befördert. Also sind sowohl Husten als auch Schnupfen wichtige Abwehrmechanismen unseres Körpers, die nicht unterdrückt, sondern gefördert werden sollten. Und hier kommt das Inhalieren ins Spiel.

Vorteile des Inhalierens

Durch eine Inhalationstherapie werden die Schleimhäute befeuchtet, festsitzender Schleim gelöst und somit die Atemwege von diesem befreit. Diese wohltuende Therapie, bringt also – richtig angewendet – nicht nur Linderung bei chronischen Langzeit-Erkrankungen wie Asthma oder COPD, sondern ist eine effektive, äußerst wirksame und gleichzeitig schonende Methode, um Infekte in den Atemwegen zu bekämpfen und den Körper bei seiner Arbeit zu unterstützen.

Inhalieren: aber bitte ohne Topf oder Schüssel

Einem Dampfbad mittels heißen Wassers in einem Topf oder einer Schüssel mit Handtuch über dem Kopf, wie wir es von Oma noch kennen, konnte bisher keine eindeutige medizinische Wirkung nachgewiesen werden. Allenfalls hat es einen positiven Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden des erkrankten Menschen. Wenn Sie oder Ihr Kind allerdings unter Husten oder Bronchitis leiden, wird dieses „Dampfbad" also nicht zu einer Linderung beitragen. Ein solcher Infekt der sogenannten „unteren Atemwege" sitzt tief in den feinen Verästelungen der Lunge. Die Tröpfchen eines normalen Dampfbades sind zu groß, um in die unteren Atemwege zu gelangen und bleiben deshalb im oberen Rachenbereich „hängen".

Inhalation mit heißem Wasserdampf: Welche Gefahren bestehen?

Die beschriebene Inhalationsmethode von heißem Wasserdampf birgt gerade für Kinder, aber auch für Erwachsene, große Gefahren.

Es gibt vor allem 3 Gründe, warum wir vom Inhalieren mit heißem Wasserdampf abraten:

  1. Bei Kindern ist die Gefahr, sich dabei zu verbrühen, einfach zu groß
  2. Wer unter entzündlichen Hauterkrankungen, einer Augenerkrankung, sehr niedrigem Blutdruck oder einer Kreislaufstörung leidet, sollte keinesfalls mit heißem Wasserdampf inhalieren
  3. Zu heiße Inhalationen führen zu einer verstärkten Durchblutung der Schleimhaut und können die Schwellung der Nasen- und Bronchialschleimhaut vermehren bzw. die Symptome verschlechtern, was kontraproduktiv wäre

Die beste Inhalationsmethode – unser Tipp

Wenn wir von Inhalieren sprechen und dieses als heilsame Methode und wohltuende Therapie anpreisen, dann meinen wir das Inhalieren mit einem sogenannten „Vernebler". Hiervon gibt es zwei Ausführungen: Kompressor- oder Ultraschallvernebler.

  • Ein Kompressor-Vernebler funktioniert, wie der Name schon vermuten lässt, mithilfe eines Kompressors. Dieser erzeugt Druckluft, die über einen Schlauch in einen Vernebler gelangt. Darin befindet sich eine Wirkstofflösung, die durch die einströmende Druckluft in feinste Tröpfchen vernebelt wird. Ein solcher Druckluft- oder Kompressorvernebler ist das verbreitetste Inhalationssystem.
  • Bei den Ultraschall-Verneblern wird durch einen Stromimpuls ein Quarzmodul in Schwingung versetzt, welches Hochfrequenzen (1.7 MHz) erzeugt, die wiederum Flüssigkeiten innerhalb der Verneblerkammer in feinsten Nebel verwandeln. Diese Methode wird meist in Krankenhäusern und Kurkliniken verwendet. Sie ist geräuscharm und es ist auch eine Langzeitverneblung möglich.

 

Inhalationsgeräte dieser beiden Arten produzieren – im Gegensatz zum herkömmlichen Wasserdampf aus Omas Kochtopf – sehr feine Aerosol-Tröpfchen, die den Wirkstoff direkt an den Ort der Erkrankungen befördern.

Diese Methoden wirken bei tiefsitzenden Infekten nicht nur schneller als Tabletten oder Tropfen, sondern schonen auch den Verdauungstrakt. Zugleich treten weniger Nebenwirkungen auf und die Medikamente können niedriger dosiert werden.

Inhalation zuhause: unsere Empfehlung für Sie

Für die tägliche Inhalationstherapie zuhause bei Erkrankungen wie Asthma, COPD, Bronchitis oder Husten empfehlen wir einen Kompressorvernebler wie unseren AirForce One. Er wiegt gerade mal 1,5 kg, ist dank umfassenden Zubehörs sofort einsatzbereit und ermöglicht eine zuverlässige und kostengünstige Aerosol-Therapie.

Wer es noch leichter will und auch unterwegs nicht auf sein Inhalationsgerät verzichten möchte, für den ist der portable, batteriebetriebene Kompressorvernebler AirForce Mini das Gerät der Wahl. Er erlaubt jederzeit und überall eine stromunabhängige Aerosol-Therapie.

Beide Geräte sind für die Verwendung sowohl durch Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene konzipiert. Doch gerade Kleinkinder lieben den AirForce Mini, weil er so leise und handlich ist.

Inhalieren: Was braucht man noch?

Zum Inhalationsgerät wird bei der Aerosol-Therapie noch eine Inhalationslösung benötigt. Auch hier empfehlen wir – aus hygienischen Gründen – nicht einfach irgendeine Salzlösung selbst anzurühren. Denn hier können sich leicht Keime bilden. Zudem sollte einfaches Wasser auch nicht mit einem Vernebler inhaliert werden. Ärzte raten gerade bei Atemwegsproblemen zu einer 0,9% Natriumchlorid-Lösung, die man als auch unter dem Begriff „Kochsalzlösung" kennt.

Welches Medikament beigemischt werden sollte, besprechen Sie bitte direkt mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Richtig Inhalieren: Wie geht's?

Die Inhalation mit einem Vernebler ist kinderleicht. Entscheidend für die Wirksamkeit sind Atemtechnik und Position, in der inhaliert wird. Wenn möglich, sollte

  • eine aufrechte, sitzende oder stehende Position eingenommen werden
  • das Mundstück mit den Lippen umschlossen oder die Maske gut Mund und Nase umschließen
  • langsam und tief durch den Mund eingeatmet werden
  • der Atem für ein paar Sekunden angehalten werden, damit das Medikament genügend Zeit hat, seine volle Wirkung zu entfalten
  • dann langsam durch das Mundstück oder die Maske ausgeatmet werden

Dies wiederholen Sie so lange, bis die Inhalationslösung verbraucht ist. Allerdings sollte der Inhalationsvorgang nicht länger als 20 Minuten dauern.

Warum inhalieren so heilsam ist?

Das regelmäßige Inhalieren einer 0,9-prozentigen Salzlösung wirkt sich heilsam auf Ihre Schleimhäute aus. Denn das darin enthaltene Salz wirkt nicht nur antibakteriell und entzündungshemmend, sondern regt auch vermehrt die Flüssigkeitsbildung in den Atemwegen an. Die Schleimhäute werden befeuchtet und festsitzender Schleim wird gelöst. Freie Atemwege und bewegliche Flimmerhärchen in der Lunge machen den Körper weniger anfällig für Einflüsse von außen.

Eine Inhalation auch ohne Zugabe von Medikamenten ist eine Wohltat für Ihre Schleimhäute und bringt Sie gut durch die kalte Jahreszeit.

 

Weiteres Material

 Flyer inAIRlation