„Leben heißt Gemeinschaft"
über die Zusammenarbeit mit den DIAKONIEWERKSTÄTTEN Rhein-Neckar
der Gemeindediakonie Mannheim

Seit über 12 Jahren arbeiten wir am Standort Mannheim mit der benachbarten Werkstatt Vogelstang der Gemeindediakonie zusammen. Jährlich sortieren und verpacken die Beschäftigten der Werkstatt etwa 100.000 unserer Filter. Die Zusammenarbeit schafft Aufgaben und Möglichkeiten und fördert den integrativen Einsatz von Menschen mit Behinderungen im Berufsleben.

Die Förderungen können hier sehr verschiedenen sein, sei es in einer der Werkstätten, in der Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt oder in der Betreuung in Wohnanlagen. Jeder Mensch ist einzigartig und wird individuell betrachtet und gefördert.

Das macht die Werkstatt am Standort Vogelstang nun seit knapp 40 Jahren. Hier arbeiten 28 Mitarbeitende und 170 Beschäftigte mit leichten bis schweren Behinderungen zusammen. Diese Beschäftigten sind in Bereichen wie Metall- oder Holzverarbeitung, Verpackung oder Landschaftsarbeit tätig – stets angepasst an ihre Fähigkeiten. In fast jeder Abteilung werden clevere und unterstützende Hilfsmittel wie Ausfall-Muster, Zählhilfen oder Teile-Schablonen genutzt. So werden viele Vorgänge spielerisch für die Beteiligten gestaltet.

Wie sehr die Beschäftigten ihre Aufgaben schätzen und Erfolge feiern, konnten wir am 07. Juni 2024 bei einem Besuch in der Werkstatt feststellen. Besonders beeindruckt hat uns, dass Abweichungen oder Fehler schnell erkannt werden, was den Ausschuss gering hält und die Motivation der Beschäftigten steigert.

Das stimmt nicht nur uns glücklich, sondern auch die Mitarbeitenden der Gemeindediakonie. „Wir haben zwei Gehälter – eins auf dem Konto, eins im Herzen.", erklärt Johanna Meyer, pädagogische Leitung der Werkstatt Vogelstang, lächelnd. Denn in der Gemeindediakonie wird nicht nur auf die technische Umsetzung und Machbarkeit geachtet, sondern es werden auch die pädagogischen Komponenten betrachtet, wobei der Mensch immer im Mittelpunkt steht.

„Die einzigartige Doppelspitze", wie Jens Seidel, Vertriebsleiter der DIAKONIEWERKSTÄTTEN Rhein-Neckar betont, „mit sowohl einer technischen als auch einer pädagogischen Leitung erlaubt es, alle Abläufe in den Werkstätten aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und auf dieser Basis gemeinsame Entscheidungen zu treffen."

Johanna Meyer ergänzt: „Unsere Aufgabe ist es, die Maßnahmen in der Eingliederungshilfe zu schaffen. So ist es auch nicht ungewöhnlich, dass jemand in der Werkstatt beginnt und nach einiger Zeit in ein festes Arbeitsverhältnis wechselt. Wir versuchen jeden dabei zu unterstützen, die passende Berufung zu finden." Um das zu gewährleisten, arbeiten die Gruppen in einer 1:12 Betreuung. Ebenso gibt es in der Werkstatt einen Werkstattrat, der ähnlich einem Betriebsrat, die Bedürfnisse der Beschäftigten vertritt.
„Wir können wirklich stolz auf die Zusammenarbeit sein", schließt Oliver Niemann den Besuch ab, „die Vielzahl der Möglichkeiten und gute Absprache, sowie die Zusammenarbeit zwischen Kunde und Werkstatt sind wirklich beeindruckend. Wir werden sehen, wie wir die Zusammenarbeit mit den DIAKONIEWERKSTÄTTEN Rhein-Neckar noch weiter ausweiten können."

 

Oliver Niemann, Geschäftsführer von Drive DeVilbiss Healthcare, in der Gemeindediakonie 

Von links nach rechts: Nina Wittor (Team Coordinator Drive DeVilbiss), Andreas Theilinger (Werkstattleiter Diakonie,Technik-Werkstatt Vogelstang),
Mareike Damm (Geschäftsbereichsleiterin Diakonie, Pädagogik), Oliver Niemann (Geschäftsführer Drive DeVilbiss),
Johanna Meyer (Werkstattleiterin Diakonie, Pädagogik), Jens Seidel (Vertriebsleiter Diakonie)

Beschäftige der Diakonie bei der Arbeit